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Preistransparenz muss bei Reisebuchungen gegeben sein

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Über den Wolken dürfen Preise nicht grenzenlos seinÜber den Wolken dürfen Preise nicht grenzenlos seinBild: Dr. Stephan Barth / pixelio.de /Quelle: ARAG
Es ist schon sehr häufig thematisiert und kritisiert worden, aber anscheinend gibt es immer noch genügend Reiseportale im Internet, die es an der nötigen Endpreis-Transparenz für die schönsten Tage des Jahres missen lassen. Ein aktuelles Urteil vom Landgericht Düsseldorf spricht hier aber eine sehr deutliche Sprache.
Das Landgericht Düsseldorf sah in diesem konkreten Fall nicht nur eine irreführende Werbung, sogar einen Verstoß gegen die EU-Luftverkehrsdiensteverordnung. Doch wie kam es dazu? Viele Reisevermittler in Deutschland zeigen in ihren Internetangeboten nur den eigentlichen Ticketpreis an, aber dies ohne die obligatorische Buchungsgebühr. In diesem konkreten Fall wurde erst im vierten Buchungsschritt, nach Angabe der persönlichen Daten, der wirklich zu zahlende Preis für den Kunden angezeigt. Es reicht somit nicht, wenn der Anbieter in einer kleinen Fußnote auf weitere Kosten hinweist oder während des Buchen offenlegt, dass der Flug teurer wird als beworben.

Dem pflichtet ebenfalls das Landgericht Leipzig bei, das einer anderen Vermittlungsgesellschaft, auf ihrem Buchungsportal verbot, mit Flugpreisen zu werben, die sich durch Steuern und Gebühren weiter erhöhen. Wieviel am Ende für den Flug zu zahlen sei, erfuhren Kunden erst in einem weiteren Buchungsschritt und nach mehrfachem Scrollen am Seiten-Ende der Folgeseite.(LG Leipzig, Az.: 05 O 2485/09 und LG Düsseldorf, Az.: 12 O 173/09).

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