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Public Viewing meets Lärmschutzverordnung

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Public Viewing mit voller Dröhnung? Nehmt die Nachbarn mit!Public Viewing mit voller Dröhnung? Nehmt die Nachbarn mit!© Jens Zehnder / pixelio.de
Siegestrunken am Gartenzaun rüttelnd das 3:1 von Schweinsteiger in 84. Spielminute gegen Portugal begröhlen? Könnte schwierig werden! Aber nicht weil die Portugiesen plötzlich groß aufspielen, sondern weil eventuell die Lärmschutzverordnung einen gewaltigen Strich durch die EM-Extase machen könnte.
Denn das Spiel gegen Portugal beginnt nach unserer Zeit um 20:45 Uhr, was ein Spielende nach 22:00 Uhr bedeutet. Das Problem, während bei der WM 2006, EM 2008 und der WM 2010 noch eine offizielle Ausnahmeregelung hinsichtlich der Lärmschutzverordnung galt, liegt laut ARAG Experten für die EM in Polen und der Ukraine diese noch nicht vor, obwohl man sie immer noch erwartet.

Bisher hat z. B. das NRW-Verbraucherministerium den Kommunen lediglich eine Empfehlung ausgesprochen, großzügig zu sein, wenn das Spiel - und damit das Public Viewing - länger als 22 Uhr dauert. Kommt die entsprechende Senkung der Lärmschutzverordnung also nicht mehr rechtzeitig, droht Ungemach, der sich bis in die eigenen vier Wänden katapultieren könnte. Denn ab 22.00 Uhr gilt dann allgemein Zimmerlautstärke und in Eckkneipen sollte darauf geachtet werden, ein Public Viewing im Inneren fortzuführen.

Schwer vorstellbar, aber es soll tatsächlich Fußball & EM-Muffel in Deutschland geben und was die anrichten können, wenn sie denn dann wollen, wäre z.B. eine Mietminderung oder eine Abmahnung seitens der Vermieters im Bereich des Möglichen.

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